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    Alles Über Diabetes Typ 2: Ursachen, Behandlung, Vorbeugungsmethoden. Die Zuckerkrankheit

    Diabetes mellitus - was steckt hinter der umgangssprachlich schmückend klingelnden „Zuckerkrankheit“ und weshalb ist sie für uns so gefährlich? 

    In Deutschland und weltweit breitet sie sich rasant aus und ist als Volkskrankheit hierzulande eine oftmals gestellte Diagnose. Insgesamt leiden deutschlandweit über 8 Millionen Menschen an Diabetes mellitus. Gemäß neuesten Schätzungen der Internationalen Diabetes Föderation (IDF) leiden derzeit[1] weltweit ca. 425 Millionen Menschen an Diabetes. Schätzungen des IDF zufolge, soll sich diese Zahl bis zum Jahr 2045 auf insgesamt 700 Millionen erhöhen. Es verwundert daher also nicht, dass Diabetes, als erste nicht infektionsbedingte Krankheit, von den Vereinten Nationen zur globalen Bedrohung erklärt wurde. 

    Doch wie entsteht Diabetes? Welche Symptomen treten auf und was können wir tun, um diesen vorzubeugen? Lesen Sie hier über die Diabetes Erkrankung selbst und erhalten einen Überblick über die Ursachen und Symptome sowie Behandlungsmöglichkeiten, neueste Ansätze und Hilfestellungen für Gefährdete oder Betroffene.

    Was genau ist Diabetes?

    Diabetes mellitus, griechisch für „honigsüßer Durchfluss“, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Die Erkrankung charakterisiert sich durch eine gestörte Aufnahme von Zucker (Glukose) in die Körperzellen, die zu einer dauerhaften Erhöhung des Blutzuckerspiegels führt. Betroffene haben einen zu hohen Anteil an Zucker, auch Traubenzucker oder Glukose genannt, im Blut, welcher teilweise auch mit dem Urin wieder ausschieden wird. Im Nüchternblutzuckerwert zeigt dieser in der Messung normalerweise einen Wert von unter 100 mg/dl. Nach einer Mahlzeit kann dieser Wert bei gesunden Menschen dann auf ein Maximum von 140 mg/dl ansteigen. Höhere Werte deuten daher stets darauf hin, dass die Aufnahme des Zuckers in die Körperzellen gestört zu sein scheint. Je nach Ursache für die Überzuckerung im Blut (Hyperglykämie) werden dann verschiedene Formen des Diabetes unterschieden. Die zwei wichtigsten Formen des Diabetes sind der Diabetes Typ 1 und der Diabetes Typ 2.

    Formen des Diabetes

    Diabetes Typ 1 

    Der Diabetes Typ I ist die seltenere Form und entsteht zumeist bereits im Kindes- oder Jugendalter und wird deshalb als juveniler (jugendlicher) Diabetes bezeichnet. Hierbei werden insulinproduzierende Zellen in der Bauchspeicheldrüse durch eine Fehlreaktion vom eigenen Immunsystem angegriffen. Es kommt zum absoluten Mangel des körpereigenen Hormons Insulin. Dem Körper steht hierdurch kein körpereigenes Insulin zur Verfügung. Als Folge dessen steigt der Blutzuckerspiegel und es muss dauerhaft Insulin gespritzt werden. Ursache für das Vorkommen von Diabetes Typ I ist zumeist eine genetische Veranlagung, welche zusätzlich durch verschiedene Umweltfaktoren beeinflusst werden kann. 

    Diabetes Typ 2 

    Diabetes Typ 2 ist mit mehr als 90 % aller Diabetesdiagnosen die wesentlich häufiger vorkommende Erkrankung. Wegen seines Vorkommens bei vornehmlich älteren Menschen wird dieser umgangssprachlich auch als Altersdiabetes bezeichnet. Heutzutage erkranken jedoch immer häufiger und deutlich mehr junge Menschen an Diabetes Typ 2, weshalb nicht mehr von einem Altersdiabetes gesprochen werden kann. Anders als beim Diabetes Typ 1 ist die Ursache der Erkrankung beim Diabetes Typ 2 keine Autoimmunerkrankung. Der Körper ist hier, zumindest in der Anfangsphase, noch selbst dazu in der Lage, genügend Insulin zu produzieren. Im weiteren Verlauf der Krankheit allerdings reduziert sich die Empfindlichkeit der Körperzellen auf das Hormon immer weiter, die Körperzellen sprechen immer schlechter auf die Insulinwirkung an und es kommt zu einer sogenannten Insulinresistenz.

    Schwangerschaftsdiabetes 

    Eine weitere Art ist der Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes), der als häufigste Begleiterkrankung in der Schwangerschaft gilt. Etwa vier Prozent aller Schwangeren entwickeln einen solchen Diabetes. Unbehandelt kann er zu erheblichen Komplikationen im Schwangerschaftsverlauf führen. Bei korrekter Handhabung und Einhaltung von ärztlichen Vorsichtsmaßnahmen verläuft er jedoch meist komplikationslos und verschwindet nach der Schwangerschaft von selbst. 

    Ursachen von Diabetes Typ 2 

    Der Entstehung von Diabetes Typ 2 geht stets ein Prädiabetes voraus. Das wichtigste Organ in diesem Zusammenhang ist die Bauchspeicheldrüse. In der dort vorhandenen Langerhans´schen Insel wird in den Beta-Zellen das wichtige Insulin gebildet. Es sorgt dafür, dass mit der Nahrung aufgenommene Zuckermoleküle aus dem Blut direkt an die Zellen weitergeleitet werden und dort in Energie umgewandelt werden können. 

    In dieser Entstehungsphase des Diabetes Typ 2 schaffen es die Zellen der Bauchspeicheldrüse noch ausreichend Insulin zu produzieren. Im Verlauf jedoch werden die Körperzellen von Muskeln, Leben und die des Fettgewebes zunehmend unempfindlicher auf das Insulin. Das Hormon ist also nicht mehr dazu in der Lage, ausreichend Glukose aus dem Blut in die Zellen zu verbringen. Der Körper und insbesondere die Bauchspeicheldrüse versuchen dies mit einer erhöhten Produktion an Insulin auszugleichen. Diese Mehrproduktion führt nach Jahren jedoch dazu, dass die Funktion der insulinproduzierenden Zellen irgendwann komplett zum Stillstand kommt, sie entwickeln eine Resistenz. Der Patient gerät also über einen relativen Mangel zu Beginn des Diabetes Typ 2 in einen absoluten Insulinmangel und muss dann Insulin spritzen. 

    Die einer Insulinresistenz zugrunde liegenden Ursachen sind vielfältig und nicht abschließend geklärt. Experten sind sich jedoch weitestgehend einig, dass die größten Ursachen bei der Entwicklung eines Diabetes Typ 2 die genetische Veranlagung sowie ein ungesunder Lebensstil sind. Bei Vorliegen eines Diabetes Typ 2 in der Verwandtschaft ersten Grades beträgt die Wahrscheinlichkeit selbst zu erkranken ca. 60 %. Dennoch muss dies nicht zwangsläufig zum Ausbruch der Krankheit führen. Ausschlaggebend hierfür ist vielmehr der individuelle Lebensstil. Ein ungesunder Lebenswandel, Übergewicht und mangelnde Bewegung begünstigen die Insulinresistenz enorm. 

    Umfassend betrachtet entsteht der Diabetes Typ 2 letztlich durch das Zusammenwirken von beeinflussbaren und unbeeinflussbaren Risikofaktoren.

    Wichtige beeinflussbare Faktoren sind unter anderem:

    1. Mangelnde körperliche Bewegung

    2. Übergewicht und Adipositas (Fettsucht)

    3. Metabolisches Syndrom (Zusammenwirken von Bluthochdruck, Übergewicht und Stoffwechselstörung)

    4. Fehlernährung (ballaststoffarm, fett- und zuckerreich)

    5. Übermäßiger Alkoholkonsum

    6. Rauchen

    7. Zuckerstoffwechsel-verschlechternde Medikamente

    8. Stress

    Zu den nicht beeinflussbaren Risikofaktoren zählen: 

    1. Genetische Veranlagung

    2. Alter

    3. Hormonelle Erkrankungen wie das polyzystische Ovarialsyndrom

    Symptome von Diabetes Typ 2

    Diabetes Typ 2 kennzeichnet sich nicht selten durch einen asymptomatischen Verlauf ohne eindeutige Beschwerden aus. Oftmals können Betroffene die unspezifischen Symptome, die dem Alter oder der ebenso häufig im Zusammenspiel auftretenden Fettleibigkeit zugesprochen werden, nicht eindeutig zuordnen. Der Diabetes bleibt infolge dessen für eine lange Zeit unentdeckt. Dennoch gibt es diverse Anzeichen, die auf einen sich entwickelnden Diabetes hinweisen können. 

    Häufig auftretende Symptome sind unter anderem: 

    1. Ständiger Durst 

    2. Starker Harndrang

    3. Müdigkeit

    4. Konzentrationsschwäche 

    5. Juckreiz oder trockene Haut 

    6. Gefühl von Abgeschlagenheit 

    7. Neigung zu Infektionen

    8. Wundheilungsstörungen

    Oftmals wird die Diabetes Erkrankung erst aufgrund von Folge- und Begleiterkrankungen erkannt. Regelmäßige Gesundheits-Checks sind deshalb insbesondere für Menschen höheren Lebensalters unerlässlich und können eine frühe Entdeckung und damit bessere Heilungsmöglichkeiten ermöglichen.

    Untersuchungsmethoden bei Diabetesverdacht

    Gibt es ein Verdachtsmoment oder haben Betroffene die Sorge, dass ein Diabetes Typ 2 vorliegen könnte, gibt es verschiedene Untersuchungsmethoden, um dies abzuklären. Ein Hausarzt, Facharzt für Innere Medizin oder auch direkt ein Diabetologe kann mittels Anamnese bereits Hinweise finden. Durch eine körperliche Untersuchung kann er dann wichtige Punkte wie Sensibilitätsverluste, Wunden an Füßen (Diabetischer Fuß) und den Augenhintergrund abklären. Liegen (noch) keine äußerlich erkennbaren Anzeichen vor, dann werden im Anschluss labormedizinische Testungen durchgeführt. 

    Sehr wichtig für die Diagnose eines Diabetes Typ 2 ist die Blutprobe. Nüchtern entnommen wird hierdurch der Nüchternblutzucker sowie der HbA1c-Wert im Blut ermittelt. Anhand dessen kann festgestellt werden, wie hoch der Blutzuckerspiegel in den letzten zwei bis drei Monaten durchschnittlich war. 

    Da der Körper bei stark überhöhtem Blutzuckerspiegel versucht, den Glukosegehalt über die Nieren zu regulieren, wird zudem der Zuckergehalt einer Urinprobe bestimmt. 

    Um den Zuckerstoffwechsel eingehender zu untersuchen und seine Leistungsfähigkeit beurteilen zu können, wird in vielen Fällen ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) angeordnet. Bei Risikofaktoren wie Übergewicht oder familiärer Vorbelastung empfehlen Experten Kontrollen und Glukosetoleranztests in regelmäßigen Abständen. 

    Komplikationen und Folgeerkrankungen

    Füße, Nieren, Herz oder Augen - Diabetes Typ 2 kann auf viele Körperstellen und Organe wirken und dort Schäden anrichten. 

    Im Anfangsstadium (Prädiabetes) des Diabetes Typ 2 verursacht die Erkrankung kaum bis gar keine äußerlich sichtbaren Beschwerden beim Patienten. Durch jahrelange Überzuckerung der Blutgefäße werden jedoch im Verlauf langfristig die Blutgefäße, Organen und insbesondere auch Nervenstränge geschädigt. Über längere Zeit hinweg kann es so aufgrund von Schäden an kleinen und großen Arterien zu diversen Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschäden, Nervenstörungen und Netzhautschäden kommen. 

    Wird der Diabetes nicht frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt, können schwerwiegende Folgeerkrankungen eintreten. Netzhautschäden wegen Diabetes, auch "diabetische Retinopathie" genannt, sind eine häufige Erblindungsursache bei Diabetes Typ 2 Betroffenen. Störungen von Magen- und Blasenentleerung, Durchfall und auch Potenzprobleme können ebenfalls Folgen von Nervenschäden durch Diabetes sein. Besonders gefährliche Auswirkungen kann der Diabetes Typ 2 auf die Nieren haben. Durch geschädigte Blutgefäße in den Nieren wird deren Filterfunktion gestört. In einem schleichenden Prozess kann dies zu einer Nierenschwäche und schließlich zum Nierenversagen, einer diabetischen Nephropathie, führen. 

    Ein reduziertes Schmerzempfinden als Folge von Schäden an Nervenbahnen kann dazu führen, dass Diabetiker Druckstellen, Verletzungen oder offene Wunden an Füßen und anderen Körperstellen spät oder nicht rechtzeitig wahrnehmen. Druckstellen und Wunden können entstehen, die sich oftmals unbemerkt infizieren. Durch die mit dem Diabetes Typ 2 einhergehende schlechte Durchblutung heilen diese schlecht oder verlangsamt ab. Geschwüre, welche in der Folge Haut und Knochen angreifen können, bilden sich und es kommt zur Entstehung des sogenannten diabetischen Fußsyndroms. Besonders schwerwiegend kann dies sein, wenn hierdurch Amputationen von Zehen und sogar des gesamten Fußes notwendig werden. 

    Hilfreich und empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang das Tragen von medizinischen Kompressionsstrümpfen aus dem Orthopädiebedarf. Diese können helfen Druckstellen zu vermeiden und dank regelmäßiger Passkontrolle den Blick für den Fuß trotz Unempfindlichkeit nicht zu verlieren. Spezielle Stützstrümpfe für Diabetiker sind zudem nahtlos und mit Silber veredelt, welches dafür sorgt, dass Keime und Bakterien sich nicht verbreiten und somit offene Stellen erst gar nicht entstehen können. 

    Nicht nur körperlich sondern auch psychisch kann der Diabetes Typ 2 Auswirkungen auf die Gesundheit von Betroffenen haben. Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und traurige Verstimmung sind oft genannte Symptome von Patienten. Oft leiden Menschen mit Diabetes Typ 2 auch an behandlungsbedürftigen Depressionen und Stimmungsstörungen. 

    Sämtliche körperlichen Beschwerden sowie Wesensänderungen sollten daher in regelmäßigen Kontrollen mit einem Facharzt besprochen und abgeklärt werden. 

    Therapie und Behandlungsmöglichkeiten bei Diabetes Typ 2 Erkrankung 

    Die gute Nachricht vorweg: Patienten mit Prädiabetes oder Diabetes Typ 2 haben eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Medikation. Nach erfolgter Diagnose bieten Krankenkassen und Ärzte zahlreiche Schulungsprogramme wie Ernährungsberatung, Entwicklung von Alltagsstrategien für den Umgang mit der Stoffwechselerkrankung sowie diversen Sportprogrammen zur Aktivierung des Stoffwechsels. 

    Basistherapie 

    Hat der Arzt erst einmal die Diagnose Diabetes Typ 2 gestellt, so ist es vorrangiges und erstes Ziel, den Blutzuckerspiegel zu senken. Hierzu hat sie die sogenannte „Basistherapie“ als zielführend und effektiv erwiesen. 

    Zur Basistherapie gehören hierbei: 

    1. Schulung und Aufklärung über die Erkrankung

    2. Bewegungssteigerung / sportliche Aktivität zur Anregung des Stoffwechsels 

    3. Ernährungsumstellung auf ballaststoffreiche, fett- und insbesondere zuckerarme Produkte 

    4. Stressvermeidungs- und Bewältigungsstrategien

    5. Gewichtsreduktion oder das Halten eines BMI zwischen 19-25 

    Insgesamt soll diese Basistherapie zu einer Umstellung des bisherigen risikoerhöhenden Lebensstiles führen. Die Mehrzahl der an Diabetes Typ 2 Erkrankten ist übergewichtig bis adipös. Große Gefahr birgt hierbei vor allem das hartnäckige viszerale Bauchfett, welches sich hormonwirksam verhält und die Insulinempfindlichkeit der Bauchspeicheldrüse besonders stark beeinträchtigen. Die Reduzierung des Körpergewichts kann die geschwächte Insulinempfindlichkeit wieder verbessern und damit entscheidend für den Behandlungserfolg sein. 

    Medikamentöse Behandlung 

    Kann über einen längeren Zeitraum (3 bis 6 Monate) mittels der Basistherapie kein sichtbarer Erfolg erzielt werden, so kann eine Medikamentengabe erforderlich werden. Hierbei handelt es sich um Antidiabetika, welche an verschiedenen Stellen des Körpers wirken und eine Herabsetzung des Blutzuckerwertes bewirken. Da die Behandlungsweisen- und Ziele bei Diabetes Typ 2 immer individuell sind, kann der behandelnde Arzt auf eine Vielzahl an unterschiedlichen Medikamenten zur Behandlung zurückgreifen. Das am häufigsten angewandte Medikament hierbei ist Metformin. Dieses verbessert die Zellinsulinempfindlichkeit, verhindert die Neubildung des Zuckers in der Leber und verzögert den Zuckerübergang ins Blut. 

    Insulingabe 

    Bei Diabetes Typ 2 Patienten versucht die Bauchspeicheldrüse auch über längere Zeit hinweg die verringerte Insulinempfindlichkeit der Zellen mittels Mehrproduktion von Insulin auszugleichen. Über Jahre hinweg lassen jedoch auch die Kräfte des Organes nach und die Insulinproduktion kommt zum Stillstand. Eine Insulintherapie wird notwendig. Zum Einsatz kommen dann meist künstlich hergestellte Insulinanalogika, welche mittels Pen in die Blutbahn gespritzt werden. 

    Vorbeugungsmethoden für Risikopatienten von Diabetes Typ 2 

    Neueste Ansätze versuchen wirksame Präventions- und Behandlungsmaßnahmen zu entwickeln, um der Entstehung des Diabetes Typ 2 bereits frühzeitig entgegenzuwirken und dem Fortschreiten der Erkrankung bei Betroffenen Einhalt zu gebieten. Eine besondere Bedeutung kommt diesen Ansätzen in Bezug auf die immer häufiger gestellte Diabetes Typ 2 Diagnose bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu. 

    Eine Reihe internationaler Studien konnte nachweisen, dass Prävention in Form von Änderung des Lebensstiles das relative Risiko aus einem Prädiabetes einen Diabetes Typ 2 zu entwickeln um bis zum 70 % reduzieren kann.

    Wichtige Maßnahmen hierbei stellen folgende Aspekte dar: 

    1. Gewichtsreduktion um 5 % bis 7 % des Gewichtes. Tipps für Gewichtsreduktion finden Sie hier

    2. Körperliche Aktivität von ca. 4 Wochenstunden (diese können auf kleine Einheiten aufgeteilt werden); durch das Erhöhen von (energieverbrauchender) Muskelmasse kann die Insulinwirkung nachweislich angeregt und gesteigert werden 

    3. Ernährungsumstellung mit einer Ballaststoffaufnahme von 15 g auf 1000 Kilokalorien sowie gleichzeitiger Reduzierung der Fettzufuhr auf 30 % der täglichen Energieaufnahme und Aufnahme von max. 10 % gesättigter Fettsäuren auf die tägliche Kalorienzufuhr

    4. Neueste Ansätze befürworten zudem neben der Lebensstilmodifikation die Einnahme bestimmter Medikamente zur Präventionsunterstützung. Hiernach hat sich gezeigt, dass Menschen mit einer guten Vitamin D Versorgung ein geringeres Risiko haben, an einem Diabetes Typ 2 zu erkranken. Hierfür könnte die entzündungshemmende Wirkung des Vitamin D verantwortlich sein. 

    Prognosen des Krankheitsverlaufes bei Diabetes Typ 2 

    Wie ein Prädiabetes oder ein bereits eingetretener Diabetes Typ 2 verlaufen wird, hängt hauptsächlich von der Bereitschaft des Betroffenen ab, seinen Lebensstil umzustellen sowie wirksame Methoden der Risikoverringerung anzuwenden. Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung und körperliche Aktivität im Alltag können maßgeblich sein und sogar eine Heilung bewirken, sofern diese konsequent und dauerhaft ausgeführt werden. Je besser dem Patienten die Senkung des Blutzuckerspiegels gelingt, desto besser ist seine Prognose im Hinblick auf das Fortschreiten der Erkrankung sowie sich entwickelnde Komplikationen und Folgeschäden. Eine Heilung ist somit kein Wunschdenken, sondern durchaus möglich und sollte Betroffene motivieren, sich im Hinblick auf Ihre Gesundheit umzuorientieren und den Lebenswandel dahingehend anzupassen. 

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